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Erektile
Dysfunktion (ED)

Diagnose, Schweregrade und was jetzt zu tun ist

Sie wissen, dass etwas nicht stimmt. Die Erektion ist unzuverlässig geworden, der Druck steigt, das Thema belastet. Der erste und wichtigste Schritt ist jetzt nicht ein Rezept — sondern eine genaue Diagnose. Denn wer weiß, was los ist, kann gezielt handeln.

Diese Seite erklärt, wie erektile Dysfunktion definiert und klassifiziert wird, wie der Schweregrad bestimmt wird — und wie eine sorgfältige ärztliche Abklärung aussieht, die über ein schnelles Rezept hinausgeht.

Erektile Dysfunktion — jetzt fachärztlich abklären lassen

30–45 Minuten Erstgespräch, vollständiges Hormonpanel, individueller Befundbericht. Bundesweit per Telemedizin.

Was ist erektile Dysfunktion —
die medizinische Definition

Der Begriff klingt komplizierter als er ist. Erektile Dysfunktion (ED) — auch Impotenz genannt, obwohl dieser Begriff in der Medizin weitgehend vermieden wird — beschreibt das wiederholte Unvermögen, eine für befriedigenden Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten.

Die Schweregrade der erektilen Dysfunktion

Nicht jede ED ist gleich schwer. Die Einteilung in Schweregrade hilft dem Arzt, die Behandlungsstrategie zu wählen — und gibt dem Patienten ein realistisches Bild davon, wo er steht.

Schweregrad

IIEF-5 Score*

Beschreibung

Typisches Bild

Keine ED

22–25

Normale Erektionsfunktion

Erektion regelmäßig fest, ohne Probleme

Leicht

17–21

Gelegentliche Schwierigkeiten

Erektion manchmal weicher, hält aber meist an

Leicht–Mittel

12–16

Häufigere Schwierigkeiten

Erektion oft unzuverlässig, Penetration manchmal schwierig

Mittelgradig

8–11

Deutliche Einschränkung

Erektion meist unzureichend, Penetration oft nicht möglich

Schwer

1–7

Keine ausreichende Erektion

Kaum oder keine Erektion erreichbar oder haltbar

* IIEF-5: International Index of Erectile Function — validierter Fragebogen zur Einschätzung der Erektionsfunktion. Score aus 5 Fragen, maximal 25 Punkte. Wird weiter unten auf dieser Seite erläutert.

Die drei Kriterien der ED-Diagnose (WHO / EAU-Leitlinie)

① Dauer: Die Probleme bestehen seit mindestens 3 Monaten.

② Häufigkeit: Sie treten in mehr als der Hälfte der sexuellen Situationen auf.

③ Leidensdruck: Die Situation belastet den Mann und/oder die Partnerschaft.

Alle drei Kriterien müssen erfüllt sein, bevor von erektiler Dysfunktion gesprochen wird.
Gelegentliche Erektionsprobleme ohne diese Kriterien sind keine Erkrankung.

Wichtig: Die Diagnose ED sagt noch nichts über die Ursache aus. Sie ist der erste Schritt — dem eine gründliche Ursachenklärung folgen muss.

Der IIEF-5 Fragebogen: Wie der Schweregrad gemessen wird

Der IIEF-5 Fragebogen: Wie der Schweregrad gemessen wirdDer IIEF-5 (International Index of Erectile Function, Kurzversion) ist das international am weitesten verbreitete Instrument zur standardisierten Einschätzung der Erektionsfunktion. Er besteht aus 5 Fragen, die auf einer Skala von 1 bis 5 beantwortet werden — maximal 25 Punkte.

Bei der AndroKlinik ist der IIEF-5 Teil des Anamnesebogens, den Sie vor dem Erstgespräch per Link zugeschickt bekommen. So hat der Arzt bereits eine strukturierte Einschätzung, bevor das Gespräch beginnt.

Hier eine Vorschau auf die fünf Fragen — zur Orientierung:

Frage (vereinfacht)

Fast nie

Selten

Manchmal

Meistens

Fast immer

Wie oft gelingt es Ihnen, eine Erektion zu bekommen?

Wie oft ist Ihre Erektion fest genug für eine Penetration?

Wie oft können Sie die Erektion während des Geschlechtsverkehrs aufrechterhalten?

Wie schwierig ist es, die Erektion bis zum Ende aufrechtzuerhalten?

Wie oft ist der Geschlechtsverkehr für Sie befriedigend?

Hinweis: Der IIEF-5 ist ein Screening-Instrument — keine abschließende Diagnose. Die Einordnung erfolgt immer im Kontext des Gesamtbefunds durch den Arzt.

Ihren IIEF-5 Score direkt mit dem Facharzt besprechen

Sie füllen den Fragebogen vorab aus — der Arzt ist beim Erstgespräch bereits vorbereitet.

Der Diagnoseablauf: Was bei der AndroKlinik passiert

Eine sorgfältige ED-Diagnostik ist mehr als ein Fragebogen und ein Rezept. Sie ist eine systematische Ursachenklärung — weil die Behandlung von der Ursache abhängt. Das ist der Unterschied zwischen einem 5-Minuten-Gespräch und einer echten andrologischen Abklärung.

#

Diagnostik-Schritt

Was dabei untersucht wird

1

Anamnesebogen (vorab per Link)

Symptome, Dauer, Häufigkeit, IIEF-5 Score, Medikamente, Vorerkrankungen, Lebensstil, Beziehungssituation, Schlaf — alles vor dem Gespräch strukturiert erfasst

2

Video-Erstgespräch (30–45 Min.)

Vertiefung der Anamnese, gezielte Nachfragen, Erektionstypen-Analyse (morgendlich? situationsabhängig?), psychische Faktoren, Partnerschaftskontext

3

Vollständiges Hormonpanel

Testosteron gesamt + frei, SHBG, LH, FSH, PSA, Östradiol, TSH, Blutbild, Glucose, Lipide — wohnortnahe Blutentnahme beim Partnerlabor

4

Differentialdiagnose

Vaskuläre, hormonelle, neurogene und psychische Ursachen werden systematisch gegeneinander abgewogen — auf Basis Anamnese + Labor

5

Befundauswertung (Video, 48h)

Der Facharzt erklärt Ihre Laborwerte, benennt die wahrscheinliche(n) Ursache(n), und stellt einen individuellen Therapieplan vor

6

Therapieplan & E-Rezept

Schriftlicher Plan mit Empfehlungen: Lebensstil, Nahrungsergänzung, P-Shot, Stoßwelle, TRT oder andere Optionen — je nach Befund und Präferenz

Organisch oder psychisch? So unterscheidet der Arzt

Die wichtigste diagnostische Weggabelung bei der ED-Abklärung: Liegt die Ursache primär im Körper — oder primär im Kopf? In der Praxis ist die Antwort oft: beides. Aber es gibt verlässliche klinische Hinweise.

Hinweise auf organische Hauptursache:

  • Schleichender Beginn über Monate oder Jahre
  • Morgendliche Erektionen fehlen oder sind deutlich schwächer geworden
  • Erektion bleibt auch bei Masturbation unzuverlässig
  • Relevante Risikofaktoren vorhanden: Diabetes, Bluthochdruck, Rauchen, Übergewicht
  • Alter über 50, Testosteronmangel im Labor nachweisbar
  • Keine klare Situationsabhängigkeit

Hinweise auf psychische Hauptursache:

  • Plötzlicher Beginn — oft nach einem konkreten Auslöser
  • Morgendliche Erektionen vorhanden und fest
  • Erektion bei Masturbation gelingt, beim Partner nicht
  • Ausgeprägte Leistungsangst oder Versagensangst
  • Unter 40, keine relevanten körperlichen Risikofaktoren
  • Zeitlicher Zusammenhang mit beruflichem oder privatem Stress, Trennungen, Traumata

In der Praxis: Selbst wenn die Hauptursache organisch ist, entwickeln die meisten Männer über Zeit eine psychische Komponente — Leistungsangst, Rückzug, Selbstbeobachtung. Beide Ebenen müssen im Therapieplan berücksichtigt werden.

Weiterführende Diagnostik –
Wann sie sinnvoll ist

In den meisten Fällen reicht Anamnese + Labor für eine fundierte Therapieentscheidung aus. In bestimmten Situationen sind weiterführende Untersuchungen sinnvoll — besonders wenn eine operative Behandlung in Betracht kommt oder die Standardtherapie nicht anschlägt.

Weiterführende Diagnostik — wann und was

  • Penisduplex-Sonografie (Farbdoppler):
    Misst Blutfluss in den Schwellkörperarterien — bei Verdacht auf vaskuläre ED
  • Nächtliche Penistumeszenz-Messung (NPT):
    Objektive Messung nächtlicher Erektionen — Differenzierung organisch vs. psychisch
  • Neurologische Untersuchung:
    Bei Verdacht auf neurogene Ursache (Diabetes-Neuropathie, Rückenmarksproblem)
  • Psychologisches Konsil:
    Bei klar psychischer Hauptursache oder wenn organische Behandlung nicht ausreicht
  • Endokrinologisches Konsil:
    Bei komplexen Hormonbefunden über Testosteron hinaus

Diese Untersuchungen werden bei der AndroKlinik bei Bedarf koordiniert und an die richtigen Spezialisten weitergeleitet.

Erektile Dysfunktion als Frühwarnsignal
Warum die Diagnose über die Erektion hinausgeht

Ein wichtiger Aspekt, der in einer 5-Minuten-Konsultation selten zur Sprache kommt: Erektile Dysfunktion ist häufig nicht nur ein sexuelles Problem — sie ist ein Fenster in die Gefäß- und Hormongesundheit eines Mannes.

Neu aufgetretene vaskuläre ED ist statistisch mit einem erhöhten Herzinfarktrisiko in den folgenden Jahren assoziiert
Penisarterien (1–2 mm Durchmesser) reagieren früher auf Arteriosklerose als Koronararterien (3–4 mm)
ED kann Diabetes mellitus Typ 2 um Jahre vorausgehen
Testosteronmangel, der die ED mitverursacht, hat eigenständige Auswirkungen auf Knochendichte, Muskulatur und Herzgesundheit

Was das für Ihre Diagnose bedeutet

  • Bei der AndroKlinik gehören kardiovaskuläre Marker standardmäßig zum Abklärungspanel.
  • Eine ED-Diagnose ist der Anlass für eine umfassende Gesundheitsbeurteilung — nicht nur ein Rezept.
  • Viele Männer entdecken bei der ED-Abklärung erstmals einen behandlungsbedürftigen Blutdruck oder Diabetes.

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Häufige Fragen zur Diagnose Erektile Dysfunktion

Wie lange dauert die Diagnose bei der AndroKlinik?

Von der Buchung bis zum vollständigen Befund dauert es in der Regel 5–7 Tage: Anamnesebogen direkt nach Buchung, Erstgespräch innerhalb von 1–2 Werktagen, Blutentnahme beim Partnerlabor, Befundauswertung innerhalb 48 Stunden nach Eingang der Laborwerte.

Kann ich meinen IIEF-5 Score selbst ausfüllen und mitbringen?
Ja — und das ist sogar hilfreich. Bei der AndroKlinik ist der IIEF-5 fester Bestandteil des Anamnesebogens, den Sie vor dem Gespräch zugeschickt bekommen. Wenn Sie ihn bereits ausgefüllt haben, ist der Arzt beim Erstgespräch direkt informiert.
Was, wenn ich mich schäme, darüber zu sprechen?
Das ist der häufigste Grund, warum Männer zu lange warten. Per Videokonsultation sprechen viele Männer deutlich offener — kein Wartezimmer, kein Gegenüber, das man kennt. Unsere Ärzte sind auf diese Gespräche spezialisiert und führen sie täglich. Scham ist normal — aber sie ist kein Grund, sich keine Hilfe zu holen.
Muss ich zur körperlichen Untersuchung in die Klinik?
Für die Erstdiagnostik in den meisten Fällen nein — Anamnese, IIEF-5, Hormonstatus und Differentialdiagnose sind telemedizinisch vollständig durchführbar. Falls eine körperliche Untersuchung (z.B. Penisduplex-Sonografie) medizinisch indiziert ist, wird dies im Gespräch besprochen und koordiniert.
Ist Erektile Dysfunktion heilbar?
Das hängt von der Ursache ab. Bei psychischer Hauptursache ist eine vollständige Remission sehr gut möglich. Bei vaskulärer oder hormoneller Ursache ist ED in vielen Fällen sehr gut behandelbar — die Erektionsfunktion verbessert sich deutlich und nachhaltig, wenn die Grundursache adressiert wird. Bei schwerer organischer ED mit langen Verläufen gibt es heute auch chirurgische Lösungen (Penisimplantat), die eine vollständige Wiederherstellung der sexuellen Funktion ermöglichen.

Alle Behandlungsoptionen bei erektiler Dysfunktion

Sie kennen jetzt Ihren Befund — oder wissen, wie er erhoben wird.

Auf der nächsten Seite erfahren Sie, welche Behandlungsoptionen es gibt: von Lebensstil und PDE-5-Hemmern über P-Shot und Stoßwellentherapie bis zum Penisimplantat.

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Über den Autor

Dr. med. Timo A. Spanholtz
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie - Spezialist für Männergesundheit und Intimchirurgie

Dr. med. Timo A. Spanholtz
Dr. Spanholtz ist Gründer und Chefarzt der AndroKlinik. Mit langjähriger klinischer Erfahrung in der Männergesundheit, Andrologie und rekonstruktiven Urologie begleitet er Patienten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum.