Zum Hauptinhalt springen

Behandlung
erektile Dysfunktion

Alle Therapieoptionen im Überblick

Die Diagnose steht. Jetzt geht es um die entscheidende Frage: Was hilft? Die Antwort hängt von der Ursache, dem Schweregrad und Ihrer persönlichen Situation ab — es gibt keine Einheitslösung.

Was es gibt: ein breites, gut dokumentiertes Therapiespektrum, das von gezielten Lebensstiländerungen bis zu modernen biologischen Behandlungen und — wenn nötig — chirurgischen Lösungen reicht.

Diese Seite gibt Ihnen den vollständigen Überblick über alle Behandlungsoptionen — verständlich erklärt, ohne Versprechen, aber mit klaren Fakten.

Diagnose in der Hand — jetzt den richtigen Therapieplan entwickeln

Individuell, fachärztlich, auf Basis Ihrer Laborwerte. Bundesweit per Telemedizin.

Das Grundprinzip: Ursache behandeln, nicht nur Symptom

Das größte Problem bei der ED-Behandlung in der Regelversorgung ist, dass ein Symptom behandelt wird — die fehlende Erektion — ohne die Ursache zu kennen. Ein PDE-5-Hemmer (die Wirkstoffklasse von Sildenafil, Tadalafil etc.) kann den Mechanismus der Erektion verbessern, aber er behandelt keinen Testosteronmangel, repariert keine beschädigten Gefäße und löst keine psychische Hemmung.

Bei der AndroKlinik beginnt die Behandlung deshalb immer mit einer vollständigen Ursachenklärung. Der Therapieplan wird auf das aufgebaut, was wirklich dahintersteckt.

Therapieprinzip der AndroKlinik

  • 1. Ursache identifizieren
    Hormonpanel, Anamnese, Differentialdiagnose
  • 2. Grundursachen behandeln
    Testosteronmangel, Gefäßgesundheit, Lebensstil
  • 3. Symptomatische Unterstützung
    P-Shot, Stoßwelle, PDE-5-Hemmer je nach Befund
  • 4. Langzeitbegleitung
    Verlaufskontrollen, Therapieanpassung, kein einmaliges Rezept

Alle Therapieoptionen im Überblick

Von minimal-invasiv bis chirurgisch — hier sind alle relevanten Behandlungsoptionen bei erektiler Dysfunktion:

Therapieoption

Wirkprinzip

Besonders geeignet bei

Verfügbar bei AndroKlinik

Lebensstiloptimierung

Verbessert Gefäßfunktion, Testosteron, Nervensystem

Alle Schweregrade, besonders leicht-mittel

Ja — als Bestandteil jedes Plans

Nahrungsergänzung

Schließt Mikronährstoffdefizite (Zink, Vitamin D, Omega-3)

Leichte ED, begleitend bei allen Schweregraden

Ja — individualisierter Supplementplan

PDE-5-Hemmer

Hemmt cGMP-Abbau → längere Gefäßerweiterung

Alle Schweregrade als symptomatische Unterstützung

Ja — E-Rezept nach Konsultation

P-Shot® (PRP) und P-Shot Pro®

Stammzell-Wachstumsfaktoren regenerieren Schwellkörper

Vaskuläre ED, moderate-schwere ED, PDE-5-Versager

Ja — Präsenzklinik

Stoßwellentherapie (ESWT)

Neovaskularisation, Stammzellaktivierung im Gewebe

Vaskuläre ED, PDE-5-Versager, als Vorbereitung P-Shot

Ja — Präsenzklinik

Testosteron-Therapie (TRT)

Erhöht NO-Synthese, Libido, Gewebegesundheit

ED mit nachgewiesenem Testosteronmangel

Ja — E-Rezept nach Labor

Infusionstherapie

Hochdosierte Mikronährstoffe IV — sofortige Verfügbarkeit

Begleitend, bei Vitalitätsmangel und vaskulärer Komponente

Ja — Präsenzklinik

Vakuumerektionshilfe

Mechanisch: Unterdruck füllt Schwellkörper mit Blut

Schwere ED, Übergangsbehandlung, nach OP

Nein — empfehlen geeignete Anbieter

Schwellkörper-Autoinjekt. (SKAT)

Vasoaktive Substanz direkt in Schwellkörper

Schwere vaskuläre/neurogene ED, PDE-5-Versager

Koordination möglich

Penisimplantat

Hydraulisches System ersetzt Schwellkörperfunktion dauerhaft

Schwere ED nach Versagen aller anderen Optionen

Koordination / Überweisung

Welche Option passt zu Ihrer Situation?

Das entscheidet Ihr Befund — nicht eine Übersichtstabelle. Sprechen Sie jetzt mit dem Facharzt.

Der Stufenplan: Wie die Behandlung aufgebaut wird

Die Therapie der erektilen Dysfunktion folgt einem evidenzbasierten Stufenplan — von der Basis bis zur spezialisierten Intervention. Nicht jeder braucht alle Stufen. Viele erreichen mit Stufe 1 und 2 bereits sehr gute Ergebnisse.

 

Therapiestufe

Maßnahmen

Wann einsetzen

1

Basis: Lebensstil & Ursachenbehandlung

Körperliche Aktivität, Ernährung, Schlaf, Stressreduktion, Rauchentwöhnung · Testosterontherapie bei Mangel · Medikamenten-Review

Immer als erste Maßnahme — unabhängig vom Schweregrad

2

Orale Pharmakotherapie + biologische Regeneration

PDE-5-Hemmer (bedarfsweise oder täglich niedrigdosiert) · P-Shot · Stoßwellentherapie (ESWT) · Infusionstherapie

Wenn Stufe 1 nicht ausreicht oder vaskuläre Komponente vorliegt

3

Invasivere Verfahren

Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT) · Vakuumerektionshilfe · Psychosexuelle Therapie bei psychischer Hauptursache

Bei Versagen oder Unverträglichkeit von Stufe 2

4

Chirurgische Intervention

Penisimplantat (hydraulisch, semirigid) · Gefäßchirurgie (selten, bei jungen Männern mit lokalem Gefäßproblem)

Nach Ausschöpfung aller konservativen Optionen

PDE-5-Hemmer: Die bekannteste Option — und ihre Grenzen

PDE-5-Hemmer sind die am häufigsten verschriebenen Medikamente bei erektiler Dysfunktion. Sie hemmen das Enzym Phosphodiesterase-5, das cGMP abbaut — der Botenstoff, der die Gefäßerweiterung in den Schwellkörpern ermöglicht. Das verlängert und verstärkt die erektile Reaktion auf sexuelle Stimulation.

Wichtig: PDE-5-Hemmer erzeugen keine Erektion von allein. Sie verstärken eine bereits vorhandene Erregungsreaktion — ohne sexuelle Stimulation wirken sie nicht.

Wirkstoff

Wirkdauer

Wirkungseintritt

Einnahme

Besonderheit

Sildenafil

4–6 Std.

30–60 Min.

Bei Bedarf, nüchtern besser

Häufigster Wirkstoff, günstig als Generikum verfügbar

Tadalafil

bis 36 Std.

30–60 Min.

Bei Bedarf oder täglich 5 mg

Lange Wirkdauer — oder täglich für mehr Spontaneität

Vardenafil

4–5 Std.

25–60 Min.

Bei Bedarf

Ggf. besser verträglich bei Nebenwirkungen auf Sildenafil

Avanafil

6–12 Std.

15–30 Min.

Bei Bedarf

Schnellster Wirkungseintritt, weniger Nebenwirkungen

Wann PDE-5-Hemmer nicht ausreichen:

  • Bei Testosteronmangel als Hauptursache — ohne ausreichend Testosteron ist das NO-System zu schwach
  • Bei schwerer vaskulärer Schädigung der Schwellkörpergefäße
  • Bei neurogener ED nach Prostatachirurgie oder Nervenschäden
  • Bei primär psychischer Ursache — hier ist psychosexuelle Therapie oft wirksamer

Wichtig: Kontraindikationen für PDE-5-Hemmer

  • Nitrate (z.B. bei koronarer Herzerkrankung) — absolut kontraindiziert, lebensbedrohlicher Blutdruckabfall möglich
  • Bestimmte Antihypertensiva — Dosisanpassung erforderlich
  • Schwere Herz- oder Lebererkrankungen — ärztliche Rücksprache zwingend
  • Alle PDE-5-Hemmer sind verschreibungspflichtig — kein Kauf ohne ärztliche Konsultation.

P-Shot® und P-Shot Pro® (PRP-Stammzelltherapie): Geweberegeneration von innen

Der P-Shot nutzt körpereigenes plättchenreiches Plasma (PRP) — gewonnen aus Ihrer eigenen Blutprobe — das direkt in die Schwellkörper injiziert wird. Die konzentrierten Wachstumsfaktoren (PDGF, VEGF, TGF-β) aktivieren Stammzellen im Gewebe und stimulieren die Bildung neuer Blutgefäße.

Was der P-Shot bei ED bewirkt:

  • Verbesserung der Durchblutung durch Neovaskularisation
  • Regeneration von Schwellkörpergewebe — härtere, natürlichere Erektionen
  • Verbesserung der Empfindlichkeit und des Orgasmuserlebens
  • Synergie mit PDE-5-Hemmern — oft wieder wirksam, wo sie zuvor versagt hatten

Ablauf & Ergebnisse:

Ambulanter Eingriff in lokaler Betäubung, ca. 30–45 Minuten. Erste Verbesserungen nach 4–6 Wochen, volle Wirkung nach 3–6 Monaten. Wiederholung nach 3–6 Monaten empfohlen. Keine Ausfallzeit. Kein Risiko allergischer Reaktion (körpereigenes Material).

P-Shot Pro — die erweiterte Behandlung

  • Kombiniert PRP mit zusätzlichen Wachstumsfaktoren für intensivere Geweberegeneration.
  • Empfohlen bei ausgeprägteren Befunden oder zur Optimierung nach Standard-P-Shot.

Stoßwellentherapie (ESWT): Die Kraft der Schallwellen

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist eine nicht-invasive Methode, die sich aus der Orthopädie kommend in der Andrologie als wirksam erwiesen hat. Niederenergetische Schallwellen werden von außen durch die Haut in das Schwellkörpergewebe eingebracht — ohne Schnitt, ohne Narkose.

Wie ESWT bei ED wirkt:

  • Stimulation der Neovaskularisation — neue kleine Gefäße wachsen in den Schwellkörper ein
  • Aktivierung ruhender Stammzellen im Penisgewebe
  • Verbesserung der Stickstoffmonoxid-Produktion (NO) — direkt relevant für die Erektionsreaktion
  • Abbau von Mikroverkalkungen und fibrotischen Plaques

Ablauf & Behandlungsserie:

6–12 Sitzungen über 6–12 Wochen, je ca. 20–30 Minuten, nahezu schmerzfrei. Wirkung setzt nach der 3.–4. Sitzung ein und verbessert sich noch Monate nach der letzten Behandlung. Optimale Kombination: ESWT-Serie zuerst, dann P-Shot — beide Methoden verstärken sich gegenseitig.

Psychosexuelle Therapie: Wenn die Ursache im Kopf liegt

Bei psychisch bedingter ED — Leistungsangst, Versagensangst, Beziehungsprobleme, Trauma — ist psychosexuelle Therapie die wirksamste Behandlung. Medikamente können kurzfristig Druck nehmen, lösen aber den Teufelskreis der Leistungsangst nicht dauerhaft.

Therapieformen und Bestandteile

  • Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) — identifiziert und verändert dysfunktionale Denkmuster
  • Sexualtherapie (nach Masters & Johnson) — Sensate-Focus-Übungen, Körper neu entdecken ohne Erwartungsdruck
  • Paartherapie — wenn die Partnerschaft Teil des Problems oder der Lösung ist
  • Traumatherapie — bei Missbrauchserfahrungen oder psychosexuellen Traumata
Bei der AndroKlinik koordinieren wir die Weiterleitung an spezialisierte Psychotherapeuten und Sexualmediziner — als fester Bestandteil eines ganzheitlichen Behandlungsplans.

Penisimplantat:
Die definitive Lösung bei schwerer ED

Wenn alle konservativen und minimalinvasiven Therapien ausgeschöpft sind oder nicht toleriert werden, bietet das Penisimplantat eine dauerhaft wirksame chirurgische Lösung. Es ist kein erster Schritt — aber für Männer mit schwerer, therapieresistenter ED eine Option mit sehr hoher Patientenzufriedenheit.

Zwei Haupttypen:

  • Hydraulisches 3-Komponenten-Implantat — natürlichstes Ergebnis: Pumpe im Hodensack, Reservoir im Bauchraum, aufblasbare Zylinder in den Schwellkörpern. Auf Knopfdruck erigiert, diskret im schlaffen Zustand
  • Semirigides (biege-bares) Implantat — einfacher, günstiger, weniger mechanische Teile. Dauerhaft leicht rigide, manuell nach unten gebogen, wenn nicht genutzt
Bei der AndroKlinik koordinieren wir die Weiterleitung an spezialisierte Psychotherapeuten und Sexualmediziner — als fester Bestandteil eines ganzheitlichen Behandlungsplans.

Patientenzufriedenheit nach Penisimplantat liegt in internationalen Studien bei über 90 % — die höchste Zufriedenheitsrate aller ED-Therapien. Voraussetzung: informierte Entscheidung, korrekte Patientenselektion, erfahrener Operateur.

Bei der AndroKlinik koordinieren wir die Überweisung zu spezialisierten implantierenden Andrologen / Urologen.

Starten Sie mit dem richtigen ersten Schritt

Fachärztliche Diagnose + individueller Therapieplan. 48 Stunden bis zum Befund. Bundesweit per Telemedizin.

Häufige Fragen zur Behandlung erektiler Dysfunktion

Wirkt P-Shot besser als Viagra?

Das ist keine Entweder-Oder-Frage. PDE-5-Hemmer wirken symptomatisch und sofort. Der P-Shot behandelt die Gewebegesundheit und verbessert die zugrunde liegende Ursache über Wochen und Monate. Viele Männer berichten, dass nach einem P-Shot PDE-5-Hemmer wieder wirksamer werden — oder gar nicht mehr benötigt werden. Die optimale Kombination hängt vom Befund ab.

Wie viele Stoßwellensitzungen brauche ich?
In der Regel 6–12 Sitzungen, einmal wöchentlich. Die Wirkung zeigt sich oft schon während der Serie und verbessert sich noch 3–6 Monate danach, weil Gefäßneubildung und Geweberegeneration Zeit brauchen. Der Facharzt beurteilt nach der Serie, ob eine Wiederholung oder Kombination mit P-Shot sinnvoll ist.
Kann ich PDE-5-Hemmer einfach online bestellen?
PDE-5-Hemmer sind verschreibungspflichtig — und das aus gutem Grund. Sie können gefährliche Wechselwirkungen haben, besonders mit Nitraten bei Herzerkrankungen. Nicht-verschreibungspflichtige 'Erektionsmittel' aus dem Internet enthalten oft keine oder gefährliche Wirkstoffe. Holen Sie sich ein Rezept beim Arzt — das Gespräch dauert bei uns 30–45 Minuten und gibt Ihnen viel mehr als ein Rezept.
Übernimmt die Krankenkasse die Behandlungskosten?
GKV-Leistungen für ED-Behandlungen sind stark eingeschränkt. PDE-5-Hemmer werden von gesetzlichen Kassen in der Regel nicht erstattet. P-Shot, ESWT und Infusionstherapien sind Selbstzahlerleistungen. Bei nachgewiesenem Testosteronmangel kann TRT unter bestimmten Bedingungen GKV-erstattungsfähig sein — das prüft der Arzt im Einzelfall. Unsere Leistungen richten sich primär an Selbstzahler.
Ist die Behandlung diskret — erfährt jemand davon?
Ja, vollständig. Das Gespräch findet per Video statt, Laborbefunde gehen direkt an uns, das E-Rezept wird digital übermittelt. Auf dem Kontoauszug erscheinen nur neutrale Bezeichnungen. Ärztliche Schweigepflicht gilt selbstverständlich.

Der nächste Schritt: Ihr Therapieplan

Sie haben alle Informationen — jetzt fehlt nur noch das Gespräch mit dem Facharzt.

Bei der AndroKlinik erhalten Sie nach Erstgespräch und Labor einen schriftlichen, individuellen Therapieplan — mit klarer Empfehlung, welche Optionen für Sie sinnvoll sind.

Nehmen Sie die Sache in die Hand

Erektile Dysfunktion ist behandelbar — mit dem richtigen Plan, nicht mit einem Rezept.

Über den Autor

Dr. med. Timo A. Spanholtz
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie - Spezialist für Männergesundheit und Intimchirurgie

Dr. med. Timo A. Spanholtz
Dr. Spanholtz ist Gründer und Chefarzt der AndroKlinik. Mit langjähriger klinischer Erfahrung in der Männergesundheit, Andrologie und rekonstruktiven Urologie begleitet er Patienten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum.